Broilers: Noir, LP (Vinyl)
Broilers: Noir, LP (Vinyl)
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Broilers
Noir
  • LP (Vinyl)
  • Germany
limited numbered edition of 5000 copies, with insert and CD, gatefold sleeve
  • People Like You Records
  • (4682871)
  • 32 Tracks
  • EAN 5052146828715
  • heavy item (300g)
  • EX / EX
  • used
  • surface marks on vinyl and CD, seam split on top edge

tracks

A1

Ist Da Jemand

A2

Zurück In Schwarz

A3

Wo Es Hingeht

A4

Nur Nach Vorne Gehen

A5

Ich Hol'Dich Da Raus

A6

Die Hoffnung Stirbt Nie

A7

Wo Bist Du (Du Fehlst)?

A8

Ich Brenn'

B1

Nanana (Ich Krieg'Das Hin)

B2

Ich Will Hier Nicht Sein

B3

Die Letzten (An Der Bar)

B4

Grau, Grau, Grau

B5

Der Rest Und Ich

B6

Irgendwo Dazwischen

B7

Das Da Oben (Nur In Dir)

B8

Gutes Leben

1

Ist Da Jemand

2

Zurück In Schwarz

3

Wo Es Hingeht

4

Nur Nach Vorne Gehen

5

Ich Hol'Dich Da Raus

6

Die Hoffnung Stirbt Nie

7

Wo Bist Du (Du Fehlst)?

8

Ich Brenn'

9

Nanana (Ich Krieg'Das Hin)

10

Ich Will Hier Nicht Sein

11

Die Letzten (An Der Bar)

12

Grau, Grau, Grau

13

Der Rest Und Ich

14

Irgendwo Dazwischen

15

Das Da Oben (Nur In Dir)

16

Gutes Leben

Credits

Arranged by
  • Dietmar Mensinger
Art direction
  • Sammy Amara
Design
  • Sammy Amara
Bass
  • Ines Maybaum
Drums
  • Andi Brügge
Percussion
  • Andi Brügge
Engineer
  • Hanno Lohse
  • Johannes Maurer
Guitar
  • Ronald Hübner
  • Sammy Amara
Keyboards
  • Christian Kubczak
Organ
  • Christian Kubczak
Piano
  • Christian Kubczak
Mastered by
  • MK
  • Vincent Sorg
Music by
Lyrics by
Photography
  • Robert Eikelpoth
Producer
  • Vincent Sorg
Recorded by
  • Vincent Sorg
Mixed by
  • Vincent Sorg
Saxophone
  • Denis Gäbel
  • Julius Schmitter
Mandolin
  • Julius Schmitter
Trombone
  • Werner Munk
Trumpet
  • Jon Boutin
  • Tobias Weidinger
Vocals
  • Sammy Amara

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Human Abfall bestehen seit Herbst 2011 aus Menschen, die an unwirtlichen Orten wie Stuttgart und Berlin leben müssen – den Städten der Verachteten, wo wirklich niemand auch nur mal für eine halbe Stunde tot über dem Nachbarszaun hängen möchte. Trotz oder gerade wegen des unumstößlichen Molochs ihres Lebensraumes sind alle Augen und das Interesse der Öffentlichkeit auf die zurzeit, sagen wir, eigenständigste Punkband des Erdballs gerichtet. Das anziehende Soundgerüst besteht aus einem noisigen Gitarrensound mit knarzigen, dem Wave zugewandten Bassläufen und einem zielsetzend, minimalistisch scheppernden Schlagzeugbeat. Die Musik der Gruppe Human Abfall äußert sich in technikschwerem Rhythmus und ist mehr dystopische Stimmungsmalerei als einfach nur eindringliche Melodie. In den Texten werden Gefühle, Alltagsgegenstände, Zustände widergespiegelt und auf ein eindringliches Minimum reduziert. Keine Betroffenheit - denn über dieses Stadium sind Human Abfall längst schon hinaus. Der Sänger mit verirrt finsterer Miene verpackt den sperrigen Postpunk (nicht unähnlich Grauzone oder Campingsex) in Früh-80er-Deutschpunk (à la Mittagspause und S.Y.P.H.) mit verbraucht doppelbödigen Texten und schafft es trotz wutentbrannten, manisch wiederholten Dada-Parolen stets, dem Hörer eigene Bezüge zu persönlichen Realitäten zu entlocken. Individuen abstoßende, kafkaeske Erzählart verwoben mit den existenzialistischen Wirren des modernen Lebens in der Kampfzone des digitalen Kapitalismus wird wieder und wieder auf das Wesentliche verknappt. Von Stück zu Stück der Schallplatte entsteht der klaustrophobische Eindruck, ein Kurt Schwitters habe seine Schere an den literarischen Werken Jean-Paul Sartres, Simone de Beauvoirs, Albert Camus’ und Gabriel Marcels angesetzt, um die Collage der immer wiederkehrenden Textbausteine mit Hammer und Nagel dem Zeitgeist anzuheften. Eine ganz eigene Erzählart entsteht, weder literarisch noch musikalisch – mehr wie Armdrücken gegen die Wand. Man spürt die Stadt, den Beton, den Dreck. Man spürt den Teil der Gesellschaft über den niemand gerne redet. Vielleicht könnte man verkürzt sagen: Was Dürrenmatt für die Literatur, sind Human Abfall für die Musik.